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Cuban stellt sich hinter Dirk

Mark Cuban, Besitzer der Dallas Mavericks, traut Dirk Nowitzki in der NBA noch Einiges zu.
Nach der zugegeben etwas verkorksten Saison 2012/2013 und dem erstmals seit 2000 verpassten Playoffeinzug der Mavs, soll in der kommenden Saison wieder Einiges besser laufen. Und wenn es nach Cuban geht, dann wird Nowitzki dabei die entscheidende Rolle spielen.

Nowitzki, der mit 17,3 Punkte/Spiel den niedrigsten Wert seit seiner Rookie-Saison hatte, zählt in den Augen von Cuban trotzdem noch immer zu den Superstars der Liga. In der letzten Saison verpasste Dirk durch eine Arthroskopie im Knie insgesamt 29 Saisonspiele und kam danach auch nur schwer wieder in tritt. Trotzdem legten die Mavs nach dem Allstar-Break mit Dirk eine 18-12 Serie hin, die allerdings nicht für die Playoffteilnahme reichen sollte. In dieser Phase kam der Deutsche auf 18,9 Punkte/Spiel und 7,7 Rebounds, bei einer Wurfquote von 50,5% aus dem Feld und 43,3% von der Dreierlinie. Also alles Andere, als schlechte Quoten.

Mit einem fitten Dirk Nowitzki und einem PG vom Kaliber Monta Ellis, der es versteht einen Screen zu benutzen und ein Pick&Roll in Perfektion zu spielen, können die Mavs in der kommenden Saison wieder angreifen!

Und für alle die sagen Dirk wäre zu alt für große Momente, denen sei gesagt: Karl Malone holte den MVP-Titel im Alter von 35 Jahren. Warum sollte Dirk soetwas also nicht auch schaffen können. Der beste Shooting-BigMan in der Geschichte der NBA.

Cheers.

Wizards v/s Mavericks 02/26/11

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Aller Anfang ist schwer – Saison 2011/2012

Die NBA-Saison 2011/2012 hat begonnen und die ersten Spiele sind gespielt. Zeit für eine kleine Analyse – wer ist wie in die Saison gestartet, wer könnte sich in dieser Spielzeit verbessern und von wem wurde eigentlich mehr erwartet.
Zum Einstieg gibt es hier erstmal die aktuellen Standings der Conferences im Überblick:

Eastern Conference

TEAM W L PCT GB CONF DIV HOME ROAD L 10 STREAK
Miami1 3 0 1.000 0.0 2-0 1-0 1-0 2-0 3-0 W 3
Indiana2 2 0 1.000 0.5 2-0 1-0 1-0 1-0 2-0 W 2
Atlanta3 2 0 1.000 0.5 2-0 1-0 1-0 1-0 2-0 W 2
Toronto4 1 1 0.500 1.5 1-1 0-0 0-1 1-0 1-1 L 1
Orlando5 2 1 0.667 1.0 1-0 0-0 2-0 0-1 2-1 W 2
Chicago6 2 1 0.667 1.0 0-0 0-0 0-0 2-1 2-1 W 1
Charlotte7 1 1 0.500 1.5 1-1 0-1 1-1 0-0 1-1 L 1
Milwaukee8 1 1 0.500 1.5 0-1 0-0 1-0 0-1 1-1 W 1
Cleveland 1 1 0.500 1.5 1-1 1-0 0-1 1-0 1-1 W 1
Philadelphia 1 1 0.500 1.5 0-0 0-0 0-0 1-1 1-1 W 1
New York 1 2 0.333 2.0 1-0 1-0 1-0 0-2 1-2 L 2
New Jersey 1 2 0.333 2.0 1-2 0-0 0-1 1-1 1-2 L 2
Washington 0 2 0.000 2.5 0-2 0-1 0-1 0-1 0-2 L 2
Detroit 0 2 0.000 2.5 0-2 0-2 0-1 0-1 0-2 L 2
Boston 0 3 0.000 3.0 0-2 0-1 0-0 0-3 0-3 L 3

Western Conference

TEAM W L PCT GB CONF DIV HOME ROAD L 10 STREAK
Portland1 3 0 1.000 0.5 2-0 1-0 3-0 0-0 3-0 W 3
New Orleans2 2 0 1.000 1.0 1-0 0-0 1-0 1-0 2-0 W 2
Oklahoma City3 4 0 1.000 0.0 3-0 1-0 2-0 2-0 4-0 W 4
Golden State4 2 1 0.667 1.5 0-1 0-1 2-1 0-0 2-1 W 2
San Antonio5 2 1 0.667 1.5 2-1 1-1 2-0 0-1 2-1 L 1
Denver6 2 1 0.667 1.5 2-1 1-1 1-0 1-1 2-1 L 1
Houston7 1 1 0.500 2.0 1-0 1-0 1-0 0-1 1-1 W 1
L.A. Clippers8 1 1 0.500 2.0 1-1 1-0 0-0 1-1 1-1 L 1
L.A. Lakers 2 2 0.500 2.0 1-1 0-1 2-1 0-1 2-2 W 2
Sacramento 1 2 0.333 2.5 1-1 1-0 1-1 0-1 1-2 L 2
Minnesota 0 2 0.000 3.0 0-1 0-1 0-1 0-1 0-2 L 2
Memphis 0 2 0.000 3.0 0-2 0-1 0-1 0-1 0-2 L 2
Phoenix 0 2 0.000 3.0 0-1 0-0 0-2 0-0 0-2 L 2
Dallas 0 3 0.000 3.5 0-2 0-0 0-2 0-1 0-3 L 3
Utah 0 2 0.000 3.0 0-2 0-1 0-0 0-2 0-2 L 2

Hinweis

Auch wenn man nach so kurzer Zeit wahrscheinlich noch keine richtige Einschätzung geben kann, sieht man trotzdem, wer gut aus den Startlöchern gekommen ist und wer bisher noch Probleme hat in Tritt zu kommen. Deshalb versuche ich mal das bisher Erreichte ein wenig einzuordnen.

Überraschungen

positiv

  • Atlanta Hawks: Die Hawks präsentierten sich in den ersten beiden Saisonspielen kompakt und spielstark. Auch wenn es „nur“ gegen die Warriors und Nets ging, konnte man schon erkennen, dass man in der Defense wirklich sicher steht und man dieses Jahr voll angreifen will. Neben Joe Johnson, Josh Smith und Al Horford taten sich 2 Jungs hervor, die man noch aus alten Zeiten kennt 😉 Zum Einen: T-Mac is back und wirbelt nun (nach seinen Möglichkeiten) in Atlanta auf dem Parkett herum. Zum Anderen wäre da Vladimir Radmanovic, der einigen noch aus seiner Zeit bei den Sonics oder Lakers ein Begriff sein dürfte … er steuerte 11 Pkt/Spiel als Bankplayer bei und gibt den Hawks damit schonmal die nötige Tiefe im Kader um weiterhin angreifen zu können.
  • Oklahoma City: Keine wirkliche Überraschung, aber die Thunder präsentieren sich mit 4 Siegen (davon 2 auswärts) in Folge bärenstark und untermauern damit ihre Playoff-ambitionen schon früh in der Saison. Allen voran natürlich KD, der mit 31 Pkt/Spiel und sehr guten Quoten (55.9% FG, 79.3% FT, 42.9% 3P) die Thunder anführt sich Einiges vorgenommen hat.
  • Portland: 3 Siege zu Beginn können sich sehen lassen – auch Denver wurde letzte Nacht bezwungen. Scheinbar hat der Zugang von Raymond Felton dem Team gut getan und man ist auf einem guten Weg sich im Westen an der Spitze festzusetzen.

negativ

  • Dallas Mavericks: Natürlich ist man nach einer so hart erkämpften Meisterschaft und dem anschließenden Lockout abgekämpft und etwas müde -und auch der Weggang von Tyson Chandler, J.J. Barea und Caron Butler wog schwer. Trotzdem kann man überrascht sein, dass man die Saison mit 3 Niederlagen in Folge begonnen hat. Die Neuzugänge Delonte West und vor Allem Lamar Odom zeigen noch nicht wozu sie eigentlich fähig wären und produzieren sehr schlechte Quoten aus dem Feld und von der Dreierlinie (Zusammen: 6/31 FG 2/12 3P). Es bleibt abzuwarten, ob sich der Meister wieder fängt und man die Neuzugänge besser in das Spiel integrieren kann. Es wäre den Mavs zumindest zu wünschen.
  • Minnesota Timberwolves: Der Kader ist tief und gespickt mit wirklich vielversprechenden Talenten (Kevin Love, Michael Beasley, J.J.Barea und den Rookies Ricky Rubio und Derrick Williams-2nd overall Pick im 2011er Draft), doch die Leistungen stehen den Erwartungen bisher um Einiges nach. 2 Niederlagen und die Erkenntnis, dass man heute Nacht gegen Miami ran muss, stehen nicht unbedingt für einen gelungenen Saisonstart. Zumindest waren die beiden Niederlagen gegen die Thunder und die Bucks jeweils knapp und man hat im Team eine relativ gute Wurfquote. Lediglich in der Defense sah man noch einige Defizite, die dann auch zu den Niederlagen führten. Auf die Timberwolves sollte man in dieser Saison ein Auge haben!
  • Boston: Die Celtics sind wohl doch ein wenig zu alt geworden. Da hilft auch kein Rayon Rondo und Neuzugang Brandon Bass. Ray Allen hält im Rahmen seiner Möglichkeiten noch die Fahne hoch, aber Kevin Garnett (35) und Jermaine O’Neal (33) merkt man das Alter dann doch an. Ob sich die Celtics mit Moral oder Trades in dieser Saison noch aus dem Sumpf ziehen kann, darf bezweifelt werden. Ich würde nicht allzuviel auf die Celtics geben – leider.

Natürlich noch lange nicht vollständig und auch größtenteils mutmaßend habe ich versucht die Ergebnisse ein wenig einzuordnen – schauen wir mal wie es so angeht in den nächsten Spielen der NBA Saison 2011/212.
Stay tuned 🙂

Thomas
InsideNBA

Draft, Lockout und Geschwätz

Die Saison 2010/2011 ist vorbei, Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks sind Meister und der Draft 2011 ist Geschichte. Was folgt, ist der Lockout und eine lange Zeit des Wartens auf Hoops und Action in der besten Basketballliga der Welt.

Aber alles der Reihe nach:

  1. Dirk Nowitzki steht mit den Mavs am Ende einer langen Reise, gekrönt durch den ersten Titel der Vereinsgeschichte und eine ausschweifende Meisterfeier in Dallas (finanziert von Marc Cuban). Bewegend und herzzerreißend, was da in den Finals 2011 abging.
  2. Die Miami Heat am Boden zerstört und unendlich traurig, denn schließlich hatten sie sich selbst zum absoluten Favoriten erklärt … manchmal spielt das Leben aber nicht mit. Ein neuer Anlauf wird zeigen, ob die Heat überhaupt das Zeug haben Meister zu werden (schließlich waren sie in den Finals in den entscheidenden Phasen zu harmlos)
  3. Wann dieser neue Anlauf beginnt, ist noch nicht ganz klar, aber es zeichnet sich immer mehr ab, dass es wohl erst in der Saison 2012/2013 sein wird, denn durch den zumindest zur Zeit beschlossenen Lockout der Spieler vom Spielbetrieb der NBA wird es wohl keine Saison 2011/2012 geben!!
  4. Es kann natürlich immernoch sein, dass die Spielergewerkschaft doch noch klein beigibt, die Bedingungen der Clubbesitzer akzeptiert, die Spieler dafür weniger Geld kassieren, aber die Spiele ausgetragen werden können. Dass es allerdings soweit kommt, wird allgemein stark bezweifelt. Ob es eine vielleicht verkürzte Saison geben wird, ist nicht klar, aber im Moment sieht es so aus, als würde die Saison komplett ausfallen!!
  5. Untermalt wird diese Tatsache dadurch, dass die ersten Spieler sich eine Beschäftigung für die Zeit ohne NBA suchen und einfach woanders Basketball spielen -> erstes prominentes Beispiel ist hier Deron Williams von den New Jersey Nets, der die nächste Saison einen Vertrag bei Besiktas Istanbul unterschrieben hat und damit in der Türkei seine Ballkunst unter Beweis stellen wird (natürlich mit entsprechender Ausstiegsklausel, sollte man sich in der NBA doch noch einigen).
  6. Unterdessen beendet Yao Ming (ihr wisst schon … der 2,29m Hühne aus China) seine Karriere bei den Houston Rockets und wird jetzt wohl nur noch für Werbeveranstaltungen zur Verfügung stehen und in China die Plakate schmücken.
  7. Personell gesehen gibt es eigentlich nur eine wirkliche Neuigkeit in der NBA …  J.J. Hickson von den Cleveland Caveliers geht im Austausch für Omri Casspi zu den Sacramento Kings, der Rest sind Rumors und Spekulationen … eine Übersicht der Drafttrades in der Draftnight, sowie noch einmal eine Übersicht aller Draftpicks findet ihr hier:  hier

Ansonsten ist nicht viel passiert, außer dass Dirk wohl aller Voraussicht nach bei der EM in Litauen für die Deutsche Nationalmannschaft am Start sein wird … das entscheidet sich aber erst nach seinem wohlverdienten Urlaub in ein paar Tagen … also bleibt am Ball hier bei InsideNBA

Dirk Nowitzki – Der Vollendete

Dirk Nowitzki ist am Gipfel seiner Karriere angekommen. Mit einem 4:2 über die Miami Heat und einer exzellenten Leistung in den gesamten Playoffs krönte der Würzburger eine außergewöhnliche Karriere. Eine Karriere, die so nur wenige prophezeiten und die viele Höhen und Tiefen hatte.

Die Anfänge:

Wir schreiben das Jahr 1997. Dirk Nowitzki ist 19, hat ein Jahr zuvor sein Abitur bestanden und leistet nun seinen Wehrdienst ab. Soweit nicht ungewöhnlich. Doch nebenbei spielt er Basketball, und das sehr gut.  Der Schlaks, der bis zu seinem 13. Lebensjahr noch Tennis spielte, führt sein Team, den Zweitligaklub DJK s.Oliver Würzburg, nun mit durschnittlich über 30 Punkten pro Spiel quasi im Alleingang in die Bundesliga. Zusätzlich stellt er beim Nike Hoop Summit, einem alljährlichen Spiel zwischen dem Nachwuchs der USA und dem Rest der Welt mit 33 Punkten und 14 Rebounds  einen neuen Rekord auf (inzwischen gebrochen von Enes Kanter, 34 Punkte) und führt die Weltauswahl sogar zum Sieg.
In der Folge klingelt das Telefon im Hause Nowitzki ununterbrochen. Aus der ganzen Welt kommen die Angebote én masse, Dirk Bauermann versucht, ihn nach Leverkusen zu locken, verschiedene Colleges werben um seine Gunst und NBA-Teams wollen sich die Rechte am „Langen“ sichern.
Sogar in der Nationalmannschaft gibt es ein kleines Ringen um ihn, da ihn sowohl die Trainer der U20-, der U22- und der A-Nationalmannschaft gerne in ihren jeweiligen Teams sähen.
Doch den bodenständigen Dirk N. aus W. lässt der ganze Rummel um seine Person scheinbar kalt. Er ist ein Familienmensch. Der Gedanke, jetzt schon weit weg von seinen Freunden und seiner Familie zu spielen, dreht ihm den Magen um.
Zurückhaltend erklärt er bei einem Interview im DSF, er wolle auf jeden Fall noch ein Jahr in Würzburg bleiben. Ein Weg direkt in die NBA, also ohne vorherigem Aufenthalt an einem College, komme für ihn nicht in Frage, dafür sei er noch zu schlecht und müsse noch zu viel lernen. Auf die Frage des Moderators, wann man ihn denn in der NBA sehen könne, antwortet er sogar: „Vielleicht nie, wer weiß.“ Es wirkt so, als sei der ganze Trubel um seine Person noch nicht bei ihm angekommen.
Vielleicht auch dank Holger Geschwindner, seinem Coach, Mentor und Manager, der ihn während seiner folgenden Karriere ständig begleitet und ihn vor dem Abheben bewahrt.

NBA – Ein Traum wird wahr

Es geht dann doch alles schneller als erwartet. Dirk steigt mit Würzburg in die erste Bundesliga auf und meldet sich entgegen seiner Statements ein Jahr zuvor zur NBA Draft 1998 an. Er wird an neunter Stelle von den Milwaukee Bucks gezogen und direkt nach Dallas transferiert.
In der folgenden Saison wird eines jedoch schnell klar: Dirk muss noch viel lernen.
Denn der mit großen Erwartungen als „German Wunderkind“ nach Dallas gekommene Rookie kann diese anfangs nicht erfüllen.
Die Probleme liegen auf der Hand: Das Spiel ist schneller, athletischer und körperlicher, sodass es Dirk in manchen Situationen schlicht und einfach die Spucke verschlägt und er immer wieder neidlos erkennen muss, dass er noch nicht auf dem höchsten Niveau herausstechen kann.
Wo er in seiner ersten Saison offensiv relativ solide agiert (8.2 PPG bei 20.4 Min.), werden ihm in der Defense umso öfter seine Grenzen aufgezeigt. Viel zu oft klafft dort, wo er steht, in der Verteidigung ein großes Loch, so groß, dass er den Spitznamen „Irk“ verpasst bekommt. Er spielt keine „D“ (für Defense), also bekommt er auch kein „D“ im Vornamen. Die Mavericks schließen die Saison mit einer Bilanz von 14-36 (Lockout, daher nur 50 Spiele) ab.

Doch Nowitzki zeigt sich unbeeindruckt.
Mit Coach Holger Geschwindner trainiert er in der Offseason wie wild, selbst nach dem Teamtraining ist es keine Seltenheit, dass beide stundenlang alleine in der Halle stehen und an den Schwächen arbeiten.
Und die Arbeit zahlt sich aus. In der Folgesaison 1999/2000 schraubt Dirk seine Stats nach oben (17,2 PPG) und sichert sich einen Platz in der Starting Five. Dallas schließt mit 40-42 ab, verpasst jedoch wieder die Playoffs. Nichtsdestotrotz spüren Spieler und Fans: Es tut sich was in „Big D“.

Aufstieg zum Superstar

Den entgültigen Sprung zum Superstar schafft Nowitzki dann in der Saison 2000/01. Er erreicht mit 21.8 PPG und 9.2 RPG fast ein Double-Double im Schnitt und steht in allen 82 Spielen als Starter auf dem Parkett. Die Folge: Eine Bilanz von 53-29 und die erste Playoffteilnahme der Mavericks seit 11 Jahren. Dort ist allerdings gegen die San Antonio Spurs in der zweiten Runde Schluss.
In den folgenden Jahren bleibt dieses Bild weitgehend gleich. Nowitzki agiert konstant auf hohem Niveau und Dallas erreicht jedes Jahr mühelos die Playoffs, der ganz große Wurf, sprich die NBA-Finals, will ihnen aber noch nicht gelingen.
In dieser Zeit erfährt Nowitzki auch erste persönliche Karrierehöhepunkte. Die Wichtigsten sind eine Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft 2002 und eine Silbermedaille bei der Europameisterschaft 2005 im Dress der Nationalmannschaft, wobei er bei beiden Turnieren zum MVP gewählt wird. Außerdem wird er 2002 das erste mal ins Allstargame berufen, wo er bis heute jedes Jahr aufspielt. Weiter wird er zudem seit 2001 entweder ins All-NBA First, Second oder Third Team gewählt.

Freude und Schmerz
2005/2006 gelingt den Mavericks dann der Einzug in die NBA Finals und es sieht anfangs gut aus. 2-0 führt Dallas gegen die Miami Heat um Superstar Dwyane Wade, als sich das Blatt wendet. Dwayne Wade dreht auf, Nowitzki spielt unter seinen Möglichkeiten (0,39 FG% & 0,25 3P%) und auch dank vieler fragwürdiger Schiedsrichterpfiffe schafft es Miami den bisherigen Verlauf auf den Kopf zu stellen und wird am Ende mit 4-2 Meister.
Das ist der Zeitpunkt, an dem die ersten negativen Stimmen um Dirk Nowitzki laut werden. Er sei zu weich, scheue den Körperkontakt und sei nicht für sein Team da, wenn es darauf ankommt ist die Meinung vieler Journalisten.
Auf die Kritik antwortet Dirk in der Folgesaison mit Taten: Mit einer Trefferquote von grandiosen 50,2% aus dem Feld und 24,6 Punkten im Schnitt führt er Dallas zu einer Bilanz von 67-15, der Besten der Liga. Die Konsequenz aus diesen Leistungen ist Nowitzkis vorläufiger Karrierehöhepunkt: Er wird als erster Europäer zum besten Spieler der NBA ernannt und bekommt den Award des Most Valuable Player 2006/07 verliehen.
Nach diesem Erfolg beginnt dann aber schnell die härteste Zeit in Dirks Karriere. Denn mit einem 2-4 gegen die Aussenseiter der Golden State Warriors scheidet das beste Team der Saison um den besten Spieler sang- und klanglos in der ersten Runde aus. Auch Nowitzki enttäuscht mit nur 19,7 PPG und 0,383 FG%.
Das anschließende Medienecho ist verheerend, reißt die Wunden aus der Finalsniederlage 2006 weiter auf als je zuvor und wird im Laufe der Jahre immer lauter.
Denn in den kommenden Spielzeiten wiederholt sich die Misere der Mavericks Jahr für Jahr wie ein immer wiederkehrender Fluch. Eine Mannschaft mit viel Klasse und guten Regular Season-Bilanzen scheint sich regelmäßig in der Postseason von schlechter gesetzten Teams den Schneid abkaufen zu lassen.

2008 ist mit einem 1-4 in der ersten Runde gegen New Orleans Schluss.
2009 wird Dallas von Denver mit 1-4 den Urlaub geschickt. Immerhin erst in Runde zwei.
2010 ist wieder in Runde eins gegen die alternden Stars von San Antonio Feierabend (2-4).
Dirk spielt in allen Serien gut, doch den Ruf, sein Team nicht zum Erfolg führen zu können, wird er nicht los.

Späte Vollendung

Auch diese Spielzeit scheint in ihrem Verlauf wieder eine typische Dallas-Saison zu werden. Zuerst verletzt sich Caron Butler schwer und muss für die restliche Spielzeit passen. Außerdem befinden sich viele Spieler im Kader, die den Zenit ihrer Karriere schon überschritten haben. Die Regular Season ist aber mit 57-25 eine der besseren der letzten Jahre und die Mavericks müssen in Runde eins gegen die Trail Blazers aus Portland ran. Nach 2-0-Führung gleicht Portland die Serie zum 2-2 aus und die Dallasfans befürchten wieder einmal das Schlimmste.
Doch dann kommt alles anders: Dallas gewinnt die Serie am Ende souverän mit 4-2 und stößt in der zweiten Runde auf Titelverteidiger Los Angeles. Es ist das erste mal seit Langem, dass Dirk und seine Mitspieler nicht Aussenseiter sind und vielleicht ist das auch einer der Gründe für die außergewöhnliche Leistung die nun folgt, denn Dallas gewinnt erst die zweite Runde gegen eine völlig demoralisierte Lakersmannschaft mit 4-0 und schickt anschließend das junge Oklahoma City Thunder-Team um NBA-Topscorer Kevin Durant und Aufbau Russell Westbrook mit 4-1 in den Conference Finals nach Hause. Immer im Mittelpunkt steht ein überragender Dirk Nowitzki, der seine Mannschaft lenkt, selbst mit hoher Trefferquote scort und mit unbändigem Einsatz kämpft.
Im Finale heißt der Gegner ausgerechnet Miami Heat um die neuen Big Three Dwayne Wade, LeBron James und Chris Bosh und die Geschichte lässt sich aus Nowitzkis Sicht nicht schöner schreiben.
Dallas liegt 2-1 zurück, Dirk hat sich im Finger eine Sehne gerissen und ist krank. Rund 38°C Fieber plagen ihn in Spiel 4 gepaart mit Husten und Schnupfen. Dallas gleicht die Serie trotzdem aus, durch eine grandiose Teamleistung und einem Dirk Nowitzki, der trotz allen Hindernissen im letzten Viertel aufdreht.
In Spiel 5 und 6 haben die Mavericks den Vorteil endlich auf ihrer Seite. Mit hohen Trefferquoten, starkem Einsatz und unwiderstehlichem Teamplay gewinnen sie schließlich beide Spiel und damit die NBA Finals 2011.
Für Dirk der emotionalste Moment seiner Karriere. Schon vor der Schlusssirene kann er die Tränen kaum zurückhalten und verschwindet erst einmal ein paar Minuten in der Kabine. Er, der so oft für seine Spielweise gescholten wurde ist endlich der Beste. Er, der 13 Jahre so hart an sich gearbeitet hat wie kaum ein anderer, ist endlich auf der Spitze angekommen. Er, der nicht so selbstdarstellerisch und laut ist wie andere Superstars, allen voran seine Gegner in den Finals, er hat es ihnen gezeigt. Auch Holger Geschwindner, der Nowitzkis halbes Leben begleitet hat und wie ein Vater für ihn ist, wird mit Tränen in den Augen von den Kameras eingefangen.
Als Dirk wieder aus der Kabine kommt und die Larry O’Brian-Trophy sowie die Auszeichnung des Finals-MVP entgegennimmt, wirkt es, als könne er das alles noch nicht begreifen.

Er wird auch ein paar Tage brauchen, um alles realisieren zu können.
Denn mit dieser Meisterschaft hat er nicht nur seine Karriere gekrönt und sich in der Geschichte der NBA einen festen Platz gesichert.
Er ist auch in den Kreis der besten Spieler aller Zeiten aufgestiegen.

Dallas Mavericks vs. Miami Heat – Spiel 6

Die Dallas Mavericks gewinnen Spiel 6 der NBA Finals 2011 bei den Miami Heat mit 105:95, gewinnen damit die Serie mit 4:2 und holen sich erstmals in der Vereinsgeschichte den NBA Meisterschaftstitel!

Die heutige Partie könnte bereits die Entscheidung bringen, Dallas führt nach den drei Heimspielen mit 3:2, aber nun sind wir wieder in Miami und die Heat stehen bereits mit dem Rücken zur Wand. Die Anspannung ist beiden Seiten anzumerken! In der Anfangsphase der Begegnung führen die Mavs nach etwas über drei Minuten erstmals mit 10:8, doch LeBron James hat gerade einen ordentlichen Lauf, erzielt in den vier Minuten 9 Punkte und bringt Miami mit 10:14 wieder in Führung. Dallas ist nun im Abschluss sehr schwach und die Heat können nach Treffern der „Big 3“ auf 11:20 davonziehen. Fünf Minuten vor Ende des ersten Viertels holt sich Dirk Nowitzki sein zweites Foul ab und muss zunächst auf die Bank, für ihn kommt Brian Cardinal, der bisher recht solide Leistungen brachte. Als Dirk nicht auf dem Court war, nahm einfach Jason Terry die Sache in die Hand, erzielte fünf Zähler in Folge und brachte Dallas wieder auf nur noch zwei Punkte beim 20:22 heran. Mit noch 3:31 auf der Uhr besorgt Cardinal schließlich per Dreier die neuerliche Führung! In der Schlussphase des Viertels verteidigen die Mavs dann sehr gut, man erzwingt bei den Heat eine Clock-Violation und oben drauf gab es noch einen Steal durch Terry, der die Mavericks schließlich auf 29:24 in Front brachte. Miami ist verdammt nervös und auch DeShawn Stevenson kann einen Ball stehlen. Auf der Gegenseite macht Stevenson dann einfach mal einen Dreier und es steht 32:24 für Dallas. Den Schlusspunkt setzt schließlich Eddie House für Miami, erzielt ebenfalls drei und es steht am Ende 32:27 für die Mavs. Dallas ist bereits wieder bei einer Wurfquote von über 60% angekommen und bei den Heat liegt sie jenseits von Gut und Böse. Zu Beginn des zweiten Viertels kommt Ian Mahinmi ins Spiel und zeigt sich direkt stark, die Heat hingegen wanken immer noch! Bei den Mavs dreht auch DeShawn Stevenson gerade völlig frei, macht seinen dritten Dreier in Folge und bringt die Gäste auf 40:28 nach vorn. Mit satten 12 Punkten sehen sich die Heat damit dem bisher größten Rückstand der Finals gegenüber! Miami ist sich der Lage aber bewusst und dreht nun selbst noch einmal auf. Durch Mario Chalmers, der wieder einmal ein gutes Spiel zeigt, kommen die Heat auf inzwischen wieder 40:35 heran. Bei den Mavs will Stevenson den vierten Dreier erzwingen, bekommt den Ball allerdings nicht im Korb unter und die Heat erzielen in der Transition das 40:37 durch Chris Bosh. Auf einmal sind die Heat „on fire“ und man kommt nach einem famosen 16-1 Run mit einem abschließenden Dreier von Eddie House wieder mit zwei Punkten vor Dallas. Es steht 40:42 und die Neven liegen blank, anders kann man sich die Rudelbildung auf dem Court vor der Timeout nicht erklären. Udonis Haslem und DeShawn Stevenson geraten aneinander und auch bei Mario Chalmers brennen die Sicherungen durch. Alle drei bekommen zurecht das technische Foul und die Situation beruhigt sich wieder. Dirk Nowitzki verwandelt den fälligen Freiwurf und macht damit erst seinen dritten Zähler der Partie, denn so richtig ist der Würzburger noch nicht im Rhythmus. Nach Layup von Halsem steht es inzwischen 41:44, doch auf der Gegenseite bleiben die Mavs durch Shawn Marion dran. Das Spiel ist jetzt wieder richtig eng und bei den Heat wollen es LeBron James und Dwyane Wade nun offenbar wissen! Bei Dallas hat da aber auch noch Jason Terry ein Wörtchen mitzureden, der erneut fünf Punkte in Folge erzielt und das Spiel beim 48:49 wieder bei nur einem Pünktchen Unterschied steht. Dallas ist im Angriff, Dirk vergibt, holt aber direkt den Rebound und ermöglicht Terry den Dreier zur neuerlichen 51:49 Führung für die Mavs. Auf der anderen Seite des Courts vergibt King James seine zwei Freiwürfe, Dirk holt wieder den Rebound, hat aber wieder kein Glück im eigenen Angriff. Zum Ende des Viertels verteidigen die Mavericks wieder fantastisch und Dirk Nowitzki bekommt die nächste Chance, doch der Korb ist heute für ihn wie vernagelt und er steht inzwischen bei einer Negativquote von 1/11! Die letzte Minute des Viertels läuft und Terry und Chalmers treiben den Zwischenstand auf 53:51 nach oben. Die letzte Aktion des Viertels gehört Dirk, doch der Ball will einfach nicht rein und Dallas geht mit der knappen Führung in die Halbzeitpause.

„Dallas Mavericks vs. Miami Heat – Spiel 6“ weiterlesen

Dallas Mavericks vs. Miami Heat – Spiel 5

Spielbericht

Die Dallas Mavericks gewinnen das punktreiche Spiel 5 der NBA Finals gegen die Miami Heat mit 103:112 und gehen in der Serie beim 3:2 wieder in Führung. Dallas hat nun alle Trümpfe in der Hand und muss „nur“ eines der beiden ausstehenden Spiele in Miami gewinnen.

Das heutige Spiel könnte die erste Vorentscheidung in der Serie bringen und dessen sind sich sicherlich beide Teams bewusst. Auf Seiten der Mavericks startet erneut J.J. Barea für DeShawn Stevenson, der wie man später erfährt angeschlagen ist und sich vor dem Spiel am Knie wehgetan hat. Nichts desto trotz ist die Anfangsphase der Begegnung abermals recht furios, Dallas legt den besseren Start hin und führt nach guten fünf Minuten mit 6:13. Miami hat bereits vier Turnovers produziert und sieht auch in der Verteidigung von Dirk Nowitzki bisher alles andere als gut aus. Joel Anthony muss gegen Dirk ran, bekommt diesen aber nicht so recht in Griff und hat bereits zwei Fouls zu Buche stehen. Kaum Entlastung für Miami bringt aber der Wechsel von Nowitzki gegen Brian Cardinal, denn bei den Mavs ist auch Shawn Marion gerade mal wieder „on Fire“ und macht einen sehr guten Eindruck. Zudem kann auch der eingewechselte Cardinal sein in ihn gesetztes Vertrauen erfüllen und erzielt mit einem Dreier seine ersten Punkte in der Serie. Mit noch etwas über 2:30 auf der Uhr stockt den Heat-Fans plötzlich der Atem, denn Dwyane Wade geht in die Kabine und hat sich nach dem „Kontakt“ mit Cardinal offenbar an der Hüfte verletzt. Für Wade kommt schließlich Mario Chalmers ins Spiel. Auch wenn es lange Zeit nicht so aussah, waren die Heat nun aber doch noch in der Begegnung angekommen und knapperten den Vorsprung der Mavericks auf inzwischen nur noch 2 Punkte herunter. Die letzte Possession gehörte Dallas und man hätte mit vier Punkten das erste Viertel beenden können, doch denkste! Die Mavs vergeben und Marion Chalmers trifft mal wieder den Buzzer Beater für 3 und die Heat führen plötzlich mit 31:30, trotz der guten Defensive der Mavericks. Im zweiten Viertel geht das punktereiche Spiel dann munter weiter. Bei Dallas kommt Ian Mahinmi ins Spiel und macht auch prompt seine ersten Punkte. Auf der Gegenseite produziert er aber auch direkte das erste Foul und man wird direkt an Spiel 3 erinnert. Erleichterung gibt dann für die D-Wade-Fans, denn Dwyane kommt sichtlich angeschlagen zurück auf die Bank und greift kurz darauf wieder ins Spiel ein. Die Begegnung ist nun wieder verdammt eng und Miami geht mit dem Dreier von Chalmers beim 45:41 in Führung, am anderen Ende des Courts gibt es von J.J. Barea aber die passende Antwort ebenfalls mit dem Dreier und der Zwischenstand weist nur ein Pünktchen Unterschied auf. Die Heat haben nun aber wieder einen kleinen Zwischenlauf und es kommt sogar Eddie House ins Spiel, der seit Mitte Mai keine Playtime mehr bekommen hat. Wenig später kommt auch LeBron James wieder aufs Feld und Mario Chalmers, der mit seinen neun Punkten maßgeblich an der 50:44 Führung beteiligt war, die sich Miami inzwischen erarbeitet hat, muss nörgelnd auf die Bank zurück. Die Heat haben die Nase vorn und inzwischen ist auch Dallas bei fünf Turnovern in kürzester Zeit angekommen. Die Mavs reißen sich nun aber wieder zusammen, kommen zurück und stellen durch Tyson Chandler, der erneut eine klasse Spiel abliefert, den Ausgleich zum 52:52 her. Kurz Aufregung gibt es mal wieder um King James, nach dessen offensichtlichem Dribbelfehler beschwert sich Shawn Marion lautstark und bekommt das technische Foul und ermöglicht den Heat dadurch abermals die Führung von der Freiwurflinie. LeBron ist im übrigen heute wieder wesentlich besser drauf, als in Spiel 4 und hat schon jetzt mehr Punkte erzielt. Stoppen tut das die Mavericks allerdings nicht, die durch Dirk nach einem 10-2 Run das Spiel wieder drehen und mit 54:56 führen. Bei Miami vergibt Chalmers und Jason Terry erhöht auf 54:58. Im Gegenzug wetzt Chalmers seine Scharte wieder aus und macht mit dem Dreier den ersten Heat-Treffer aus dem Feld seit über vier Minuten. Der Schlusspunkt des Viertels gelingt allerdings Dirk Nowitzki zum 57:60. Bisher hat man ein sehr ansehnliches Spiel bewundern können, dass vorallem durch die Offensive geprägt ist. In der Serie ging bis jetzt noch keine Partie über die 100 Punkte-Grenze hinaus, doch das wird heute anders werden…

Nach der Pause kommt Dwyane Wade nicht wieder mit zurück aus der Kabine und wird wohl den Rest der Partie nicht mehr eingesetzt werden. Sicherlich ein herber Rückschlag für die Heat, doch mit James und Bosh hat man ja noch zwei Spieler, die den Verlust eigentlich ausgleichen können. Statt Wade beginnt Miami nun wieder mit Mike Miller und der eröffnet mit einem Dreier das fröhliche Punkten aus dem Hinterland. Bei Dallas schiebt direkt Barea einen Dreier nach und abermals Miller hat nichts besseres zu tun, als im Gegenzug seinen dritten Dreier zu verwandeln. Miami liegt aber immer noch zurück und da Wade offenbar nicht mehr ins Spiel kommen wird muss es nun LeBron James richten. Der ist heute wieder wesentlich aggresiver unterwegs und schafft in der Tat beim 65:65 den neuerlichen Ausgleich für die Heat. Dallas zeigt sich davon aber unbeeindruckt und geht nach fünf Punkten von Nowitzki und einem weiteren Dreier von Barea, der heute kaum aufzuhalten ist, wieder auf 67:73 davon. Die Mavericks sind jetzt wieder am Drücker und erhöhen nach Dreier von Jason Kidd und Dunk von Tyson Chandler den eigenen Vorsprung auf satte 9 Punkte! Miami holt in der Schlussphase des Viertels aber noch einmal auf und kann mit der letzten Possession wieder auf 3 Punkte aufschließen. James wird allerdings gut vereidigt und bekommt den Ball nicht im Korb unter, so dass die Mavs am Ende des Viertels beim 79:84 mit fünf Punkten vor Miami liegen. Dallas geht damit erstmals in der Serie mit einer Führung in das letzte Viertel, zudem hat man in allen Spielen bisher am Ende mehr Punkte erzielt als die Heat, was soll da dem Sieg eigentlich noch im Wege stehen? Die Antwort ist Dwyane Wade, der die Zähne zusammenbeisst, doch noch einmal auf das Feld kommt und Miami noch einmal einen ordentlichen Schub verpasst. Die Heat kommen auf 88:90 heran und es sind nur noch 2 Punkte für Dallas. J.J. Barea stellt mit seinem vierten Dreier den Vorsprung aber wieder her und auf der Uhr stehen noch 6:48. Die Begegnung ist aber noch lange nicht vorbei und das denken sich auch die Heat! Nach 6 schnellen Punkten geht Miami beim 96:95 erstmals in der zweiten Halbzeit in Führung und es kommt noch schlimmer! Nach dem 9-0 Run liegt Dallas von jetzt auf gleich mit vier Punkten hinten. Das Spiel wird wieder zum absoluten Knaller und Miami knackt nach einem Freiwurf von Chris Bosh als erstes die 100 Puntke in der Serie. Dallas zieht umgehend nach und Terry verwandelt den Dreier zum 100:100. Als LeBron vergibt und Dirk auf der Gegenseite die Mavs wieder in Führung bringt, steht die Halle wieder einmal auf den Stühlen und ich springe vor Jubel schreiend auch von der Couch! Es sind noch unter zwei Minuten zu spielen, Kidd versenkt den nächsten Dreier und den Heat geht mit nun wieder fünf Punkten in Rücklage die Muffe. Dallas hat mit der Transition die Chance auf sieben Punkte davonzugehen, doch Marion bekommt den Layup nicht unter. Auf der Gegenseite blockt Chandler Wade und nach dem Foul kommt Bosh bei noch 0:56 an die Linie. Nur einer der Freiwürfe landet im Korb und Terry bringt Dallas nach, was sonst, Dreier den Vorsprung von 7 Punkten. Dallas hat mal eben einen 13-2 Run hingelegt und Miami steht mit dem Rücken zur Wand. Der nächste Angriff der Gäste sitzt und die Heat müssen nun foulen. Jason Kidd kommt an die Linie und macht bei noch 25.3 auf der Uhr beide Würfe rein. Miami helfen nun nur noch ein paar schnelle Dreier, doch Wade vergibt und Terry wird an die Linie geschickt. Auch der versenkt beide und die Uhr steht inzwischen bei 20.9. Dallas hat nun wieder 9 Punkte mehr auf dem Konto, aber Miami versucht es ein letztes Mal. Auch Bosh bekommt den Dreier aber nicht versenkt und die Heat geben dieses Spiel verloren… Damit gewinnen die Dallas Mavericks Spiel 5 und gehen mit 3:2 erstmals in der Serie in Führung!

Es ist kaum zu glauben, aber diese Serie ist der absolute Hammer! Auch wenn es am Ende 9 Punkte waren, so stand man im Schlussviertel wieder unter Vollspannung und hätte bis wenige Minuten vor Ende auch mit einem anderen Sieger rechnen können. Vorallem während der verletzungsbedingten Auszeit von Dwyane Wade hatten die Mavericks das Geschehen zwar weitestgehend im Griff, doch Miami kam immer wieder heran und hielt die Partie offen. Trotz des Dreigestirns bei Miami und guter Leistungen von Bosh und James, gelang es aber nicht Wade zu ersetzen, der ohne Frage der wertvollste Spieler bei den Heat ist. In der Schlussphase schien Wade dann das Spiel doch noch zu drehen, doch die Mavs waren einfach nicht zu stoppen und Miami musste immer mehr riskieren. Am Ende hat es sich für die Heat zwar nicht ausgezahlt, doch die letzten beiden Spiele der Serie finden ja in Miami statt und wenn wir jetzt einmal davon ausgehen, dass es nach Spiel 6 wieder 3:3 steht, dann bekommen wir einen Finalkracher aller erster Güte zu sehen, der es in sich haben wird! Danke lieber Basketball-Gott!!!

Top-Scorer der Partie war erneut Dirk Nowitzki mit 29 Punkten, gegen den heute einfach kein Kraut gewachsen war. Dahinter folgten Jason Terry mit 21 und, man höre und staune, J.J. Barea mit 17 Zählern (+ 5 Assists), der bisher in der Serie eher blass blieb, heute aber ein klasse Spiel ablieferte. Ganz stark waren heute auch wieder Tyson Chandler, der ein ein immer wichtigerer Bestandteil seines Teams wird, und Jason Kidd mit jeweils 13 Punkten. Bei den Heat war es trotz nur etwas über 15 Minuten Spielzeit Dwyane Wade, der mit 23 Punkten und 8 Assists ganz oben stand. Auf den Plätzen folgten Chris Bosh (19 Punkte) und LeBron James, der mit 17 Punkten, 10 Assists und 10 Rebounds das Triple-Double hinlegte. Bei den Heat wäre heute auch wieder Mario Chalmers hervorzuheben, der ordentliche 15 Punkte beisteuerte.

Ergebnis

Spiel 5 – Miami Heat vs. Dallas Mavericks – 103:112 (2-3)

Nächstes Spiel

Spiel 6 – Dallas Mavericks vs. Miami Heat – Montag, 13. Juni -> 2:00 Uhr deutscher Zeit

Video

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